Und wieder ’ne Tankstelle…

Holger schreibt…

Ich glaube, ich wollte mich nur mal kurz aufs Bett setzen und bin dann wohl eingeschlafen.

Gegen 23:45 Uhr bin ich wieder zu mir gekommen und war total verwirrt. Da hat sich wohl mein Körper das geholt, was ihm zusteht.

Ja, und dann war ich wach und setzte mich an den Schreibtisch, um ein paar Sachen zu erledigen.

Gegen 02:00 Uhr meinte mein Körper, mir dann mitteilen zu wollen, dass er nun bereit wäre für die zweite Runde.
Also ganz langsam müde werden, die Augen werden schwer, der Drang nach einem Kissen und einer kuscheligen Decke steigt, und gerade als ich dann diesem kuscheligen Gefühl nachgehen wollte, ging das Telefon.
Die Polizei Hagen rief an: „Habt ihr ein Auto draußen? Da ist jemand, der eure Hilfe braucht.“

Ok, Augen wieder auf, ab ins Auto und hin zur Meldung.

Ehrlich, ich war echt müde und meine Augen fanden den Zustand, jetzt im Auto zu sitzen, wirklich nicht amüsant.
Am Ziel angekommen, war ich dann aber vollkommen wach. Keine Spur von Müdigkeit, kein Drang nach Kuscheln und Co.

Da stand er nun, der Herr, der, als er mich sah, gefühlte zehn Minuten „Danke“ sagte und mir versprach – weil wir ihm immer wieder helfen – sobald es ihm besser geht, uns zwei Millionen Euro zu spenden.

Ja, klar – Träume sind schön, und so bedankte ich mich bei ihm für seinen Traum, in dem er etwas Gutes tun möchte.
Was man damit alles machen könnte! Ich hätte auf Anhieb zwei oder drei wirklich gute Ideen.
Hey, Träumen ist cool – wir sollten alle viel mehr träumen.

Als er dann noch etwas zu trinken und eine Suppe bekam, wollte er mich umarmen – es blieb dann letztendlich bei einem Faust-auf-Faust-Schlag.

Der Mann an der Tankstelle fragt sich, glaube ich, bald, wie bekloppt man sein kann, immer um diese Uhrzeit – jetzt ist es 05:00 Uhr – vorbeizukommen und Kakao zu trinken.
Ich habe es ihm erklärt, er hat es verstanden, so wie wir euch auch gerne all eure Fragen beantworten.
Extra dafür haben wir jeden ersten Samstag im Monat einen Kennenlerntag ins Leben gerufen.
Dort erfahrt ihr ganz viel über unser Ehrenamt, über Fragen wie, mit wem wir kooperieren, wie wir arbeiten und natürlich auch, wie wir aufgestellt sind.
Und jetzt – folgt Versuch Nummer zwei. Passt auf euch auf…
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EHRENAMT BEI UNSICHTBAR e. V.
Das Ehrenamt bei UNSICHTBAR e. V. besteht nicht ausschließlich aus der Arbeit auf der Straße. Bring dich zum Beispiel in der Fahrzeugpflege mit ein, sortiere, packe und waschen und reinige regelmäßig unsere Fahrzeuge, denn auch das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe.
Werde Teil von etwas Großem – werde ein Teil von UNSICHTBAR e. V.“